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Nach Einbruch der Dunkelheit geht es beim Keltenfest in Gottelhof stimmungsvoll zu.
Nach Einbruch der Dunkelheit geht es beim Keltenfest in Gottelhof stimmungsvoll zu.
02.08.2019, 15:30 Uhr

40 Jahre Keltenfest in Gottelhof

Samstag, 3. August, und Sonntag, 4. August: Festgottesdienst, Führungen, Kelten Spezialitäten und Musik

Die Kelten kommen! Der Ruf, der einst vor Jahrtausenden Furcht und Schrecken verursacht hat, stimmt die Bevölkerung heute in helle Vorfreude. An diesem Wochenende laden die Keltenbrüder Gottelhain e.V. zu ihrem Keltenfest in Gottelhof ein. Bereits seit 40 Jahren veranstaltet der von Martin Distler geführte Verein traditionell dieses außergewöhnliche Fest, dessen Ursprung Ausgrabungsfunde im Jahr 1979 sind.
  
Beim Ausbau der Staatsstraße zwischen Hollfeld und Plankenfels stieß man 1979 auf die Hügelgräber. Fotos: red
Beim Ausbau der Staatsstraße zwischen Hollfeld und Plankenfels stieß man 1979 auf die Hügelgräber. Fotos: red
Damals wurden durch Kuratus Adalbert Hollfelder aus Neuhaus und Heimatpfleger Günther Hofmann aus Hollfeld beim Ausbau der Staatsstraße zwischen Hollfeld und Plankenfels Hügelgräber der Kelten entdeckt. Dabei gehörte unter anderem eine gut erhaltene Bronzefibel, die laut Forschungsergebnissen rund 2500 Jahre alt ist und eindeutig der Keltenzeit zuzuordnen ist, zum sensationellen Fund.

Dies war Anlass für die einfallsreichen Bürger aus Gottelhof und Hainbach, die Kelten bei einem eigens veranstalteten Keltentag noch einmal hochleben zu lassen. Seither wird jährlich am ersten Wochenende im August gefeiert.

Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass Kelten erstmals im sechsten Jahrhundert vor Christus namentlich erfasst wurden. Ihre Urheimat war wohl das Gebiet des heutigen Böhmens und Bayerns bis zum Oberrhein, ihr Ausbreitungsgebiet ging über Mitteleuropa hinaus. Wissenschaftler haben festgestellt, dass die Kelten erfindungsreiche Handwerker und einfühlsame Künstler waren, wie Bodenfunde und Berichte aus dieser Zeit belegen. Sie waren in der Zeit vor Christus ein bis zwei Jahrhunderte lang das bedeutendste Volk Europas.
  
Auf rund 2500 Jahre wird die gut erhaltene Bronzefibel geschätzt, die 1979 bei Ausgrabungen zwischen Hollfeld und Plankenfels entdeckt wurde.
Auf rund 2500 Jahre wird die gut erhaltene Bronzefibel geschätzt, die 1979 bei Ausgrabungen zwischen Hollfeld und Plankenfels entdeckt wurde.
Ein Besuch des Keltenfestes in Gottelhof gibt weitere Einblicke in ein Volk, dessen Lebensweise und Weltbild im Nebel der Vergangenheit verschwunden ist. Auf die Spuren der Kelten können sich die Besucher am Wochenende auf dem Festgelände nicht nur bei einer Ausstellung und Fotodokumentation begeben, sondern auch bei Exkursionen mit den Themen „Was Ötzi alles bei sich hatte“ mit Georg Seidler, „Aktuelle Funde in Stechendorf“ mit Dr. Hans Losert von der Uni Bamberg und „Die Kelten in unserer Umgebung“ mit Heimatpfleger Günther Hofmann am Sonntag, 4. August, ab 14 Uhr.

Damit nicht genug. Auch kulinarisch haben sich die Veranstalter wieder einiges einfallen lassen. Es werden Keltenfladen aus dem Steinbackofen, „gerupftes Reh“ im Sandwich, leckerer Kelteneintopf und viele weitere Köstlichkeiten angeboten. red
  

Programm

Samstag, 3. August
18 Uhr Bieranstich Stimmungsmusik mit Manni und seinen Rebellen

Sonntag, 4. August
10 Uhr Festgottesdienst, anschl. Festbetrieb mit Mittagessen
14 Uhr Kaffee und Kuchen Ausstellung und Fotodokumentation „Geschichte der Kelten“ Musik mit der Jugendblaskapelle Hollfeld Führung „Was Ötzi alles bei sich hatte“ mit Georg Seidler
15 Uhr Exkursion zu aktuellen Funden mit Dr. Hans Losert von der Uni Bamberg
16 Uhr Führung „Die Kelten in unserer Umgebung“ mit Günther Hofmann
18 Uhr Musik mit den Hollfelder Stadtmusikanten

An beiden Tagen Keltenspezialitäten, Barbetrieb im Keltenkeller, Eintritt frei

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Roland Teufel Haustechnik
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Herr Georg Amschler
Tanja's Blumenparadies
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