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Die Eingriffe am zentralen und peripheren Nervensystem

Die Neurochirurgie ist ein extrem breites Feld, das sich oft mit anderen medizinischen Fachrichtungen überschneidet

Die Zweige der Fachrichtung Neurochirurgie:

- Die Neurochirurgie an sich beschäftigt sich mit der operativen Behandlung von Erkrankungen des gesamten Nervensystems und seiner Hüllen, also des Gehirns, des Rückenmarks und der peripheren Nerven.
- Die Wirbelsäulenchirurgie beschäftigt sich mit Erkrankungen oder Verletzungen der gesamten Wirbelsäule und deren operativer Behandlung.
- Die interventionelle Neuroradiologie ist für die minimal-invasive Therapie bei vaskulären Erkrankungen des Schädels und des Gehirns, der Wirbelsäule und des Rückenmarks bei Erwachsenen und Kindern zuständig. Sie befasst sich mit der endovaskulären (kathetergeführten) Behandlung von Gefäßerkrankungen im Gehirn.
- Die Neuroonkologie befasst sich mit Tumorerkrankungen an Kopf und Rückenmark.

Häufige Arbeitsbereiche der Neurochirurgie sind:

Aneurysmen
Aneurysmen sind Aussackungen der Arterien und haben meist einen Durchmesser von etwa drei bis fünf Millimeter. Standardtherapie ist die operative Ausschaltung des Aneurysmas durch Clips (Metallklammern), die an der Basis des Aneurysmahalses aufgesetzt werden, ohne das Gefäß zu verschließen. Sollte das Aneurysma rupturiert sein, ist ein operativer Eingriff unumgänglich.

Hirnmetastasen
Hirnmetastasen treten meist im Endstadium des Metastasierungsprozesses auf, die  Lebenserwartung der Patienten ist in der Regel limitiert.  Bei einer einzelnen Hirnmetastase kann eine operative Entfernung sinnvoll sein. Bei multiplen Metastasen kann mit Hilfe der Neuronavigation operiert werden. Durch dieses Verfahren können Metastasen während einer  einzigen Bestrahlung mit dem Gamma Knife oder dem Linearbeschleuniger zielgerichtet therapiert werden.

Intraoperatives Monitoring
Um postoperative neurologische Ausfälle zu vermeiden, werden während einer neurochirurgischen Operation die einzelnen Hirnfunktionen elektro physiologisch überwacht. Dies ist insbesondere im Bereich der Sprache und des motorischen Systems wichtig. Diese Untersuchungen können wertvolle Informationen liefern, sind nicht schmerzhaft und mit keinen weiteren Risiken verbunden.

Intrakranieller Druck
Das verletzte Gehirn reagiert mit Schwellung, es entsteht ein Hirnödem. Der Schädelknochen kann bei einer Schwellung des Gehirns nicht nachgeben. Wenn der intrakranielle Druck ansteigt, nimmt die Durchblutung des Gehirns ab. Ohne Eingriff würde dieser Teufelskreis das Gehirn stark schädigen. Intrakranielle Gliome Primäre Tumore des Zentralnervensystems (Sammelbegriff Gliome) entstehen am häufigsten aus dem Stütz- und Nährgewebe für Nervenzellen, der Glia.

Intrakranielle Gliome
Primäre Tumore des Zentralnervensystems (Sammelbegriff Gliome) entstehen am häufigsten aus dem Stütz- und Nährgewebe für Nervenzellen, der Glia. Zu den etablierten Standardverfahren zählen die chirurgische Resektion, die Strahlentherapie und teilweise die Chemotherapie. 

Karpaltunnelsyndrom
Beim Karpaltunnelsyndrom handelt es sich um eine Einklemmung des Mittelhandnerves im Handgelenkstunnel. Bei schätzungsweise zehn Prozent der Menschen ist der Karpaltunnel erblich bedingt zu eng.

Menigenome
Meningeome sind meist gutartige Tumore und gehen von der Spinngewebshaut (Arachnoidea) aus. Nicht jedes Meningeom bedarf einer sofortigen Therapie, da sie langsam wachsen. Wenn sie allerdings die Gehirnhaut zu zerstören drohen, müssen sie entfernt werden.

Schädel-Hirn-Verletzungen
Die Schädel-Hirn-Verletzung ist Folge einer äußeren Gewalteinwirkung auf den Schädel und oder das Gehirn. Die Weichteil- und Knochenverletzungen können unter anderem Blutungen auf das Gehirn und Gehirnverletzungen zur Folge haben, welche unverzüglich neurochirurgisch behandelt werden müssen.

Trigeminus-Neuralgie
Die Trigeminus-Neuralgie ist gekennzeichnet durch kurze heftigste Schmerzattacken in einem oder mehreren Ästen des fünften Hirnnervs mit Ausstrahlung in den Gesichtsbereich. Behandelt wird die Trigeminusneuralgie durch perkutane Verfahren (gezielte Schädigung eines oder mehrerer Äste des Trigeminusnervs) oder durch die mikrovaskuläre Dekompression des Nervs.

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