Anzeige
Image №1
Fotos: Fotolia/BillionPhotos.com
22.07.2016, 18:00 Uhr

Achten Sie auf Ihr Herz

Eine gesunde Lebensweise kann das Risiko einer Koronaren Herzerkrankung (KHK) und eines Herzinfarkts minimieren 

Unser Herz ist zweifellos unser wichtigstes Organ: Es versorgt den Körper mit nährund sauerstoffreichem Blut und reguliert den Blutdruck. Ein gesundes Herz befördert jede Minute vier bis sieben Liter Blut in den Körper und schlägt rund 100.000 mal am Tag. Im Laufe eines Lebens kommen durchschnittlich mehr als zwei Milliarden Herzschläge zusammen – eine enorme Leistung.

Verengte Herzkranzgefäße

Doch unser Herz kann auch krank werden: So entstehen in den Gefäßen mitunter Ablagerungen aus Kalk und Fett, sogenannte Plaques. Diese können die Arterien verengen und die Sauerstoffversorgung des Herzmuskels einschränken. Bei einer solchen Beeinträchtigung sprechen Mediziner von einer koronaren Herzerkrankung, kurz KHK. Sind die Herzkranzgefäße stark verengt, merken Betroffene dies vor allem bei körperlicher Belastung und Aufregung. Schmerzen, Brennen oder ein Engegefühl in der Brust sowie Luftnot sind typische Symptome. Bei vollständigem Verschluss einer Koronararterie droht ein Herzinfarkt.

„Wird das betroffene Gefäß nicht sofort wieder geöffnet, werden Teile des Herzmuskels absterben. Das kann akut zu schweren Herzrhythmustörungen und zum Versterben führen, langfristig zu einer Herzmuskelschwäche mit eingeschränkter Belastbarkeit“, erklärt Dr. Stephan Achenbach, Direktor der Kardiologie am Universiätsklinikum Erlangen.

Risiken minimieren und vorbeugen

Besonders gefährdet, eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu entwickeln, sind Raucher, Menschen mit übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes mellitus und erhöhten Cholesterinwerten. Auch eine erbliche Veranlagung spielt eine Rolle. So sind direkte Angehörige von Patienten, die in jungem Alter eine KHK entwickeln, häufiger betroffen. Gute Nachricht: Auch wenn man zu den Risikogruppen gehört, kann man vorbeugen. „Eine gesunde Lebensweise und vor allem regelmäßige Bewegung können helfen, das Risiko einer KHK oder eines Infarkts zu senken. Bei Beschwerden sollte unbedingt sofort ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden“, rät Achenbach.

Bei Verdacht auf einen Herzinfarkt sollte umgehend ein Notarzt (Ruf 112) gerufen werden, damit das verschlossene Gefäß möglichst schnell wieder eröffnet werden kann, in der Regel mittels Herzkatheter. Ab einem gewissen Verengungsgrad kann ein Stent implantiert werden, um den Blutfluss wieder zu gewährleisten. Bei einer stabilen KHK bilden Medikamente den Grundstein der Behandlung, begleitet von einer gesunden Lebensweise mit ausgewogener Ernährung und vor allem ausreichender körperlicher Aktivität.
Datenschutz