Anzeige
Image №1
Foto: Fotolia/ ave_mario
 

Auf Nummer sicher gehen

Mammographie – eine der wichtigsten Untersuchungen zur Abklärung eines Brustkrebsverdachts

Was steckt hinter diesem kleinen Knoten in der Brust? Warum sieht die Haut an einer Stelle etwas eingezogen aus? Hat die Absonderung aus der Brustwarze etwas zu bedeuten? Für Frauen, die wegen solcher oder ähnlicher Symptome beunruhigt sind, ist die Mammographie eine der wichtigsten Untersuchungen zur Abklärung. Die Röntgenuntersuchung der Brust ist seit einigen Jahren auch Teil des gesetzlichen Krebsfrüherkennungsprogramms in Deutschland, für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren.

Schon sehr kleine, nicht tastbare Tumore können sichtbar gemacht werden. Die Mammographie ist derzeit die beste, wenn auch keine unfehlbare Methode zur Abklärung eines Brustkrebsverdachts.

Welche Symptome machen eine Mammographie notwendig?

Frauen sollten auffällige Veränderungen an der Brust einem Frauenarzt zeigen – nicht nur, weil es sich um einen Tumor handeln könnte. Auch harmlose Veränderungen müssen gelegentlich behandelt oder zumindest überwacht werden. Auffällige Veränderungen sind zum Beispiel:

- neu aufgetretene Knoten oder Verhärtungen in der Brust
- neu aufgetretener Größenunterschied der Brüste
- unterschiedliches Verhalten der Brüste beim Heben der Arme
- Einziehung der Haut an einer Stelle oder Einziehung einer Brustwarze
- Hautveränderungen der Brust oder der Brustwarze
- einseitige wasserklare oder blutige Absonderungen aus einer Brustwarze
- plötzlich auftretende, nicht mehr abklingende Rötung einer Brust
- Überwärmung der Brust
- Knoten in der Achselhöhle

Wie läuft die Mammographie ab?

Die Brust wird zwischen zwei strahlendurchlässigen Plexiglasscheiben möglichst flach zusammengedrückt. Abhängig von der Beschaffenheit der Brust wird dies von Frauen gelegentlich als unangenehm oder auch etwas schmerzhaft empfunden. Je flacher die Brust zusammengedrückt wird, desto aussagekräftiger ist allerdings das Röntgenbild. Es werden jeweils zwei Aufnahmen angefertigt, einmal von oben nach unten und einmal schräg von der Mitte her zur Seite. Dadurch entstehen zweidimensionale Schwarzweißbilder vom Brustgewebe. Durch den Abgleich der beiden Bilder können sich Ärzte einen räumlichen Eindruck von der Lage einzelner Strukturen, auch möglicher Veränderungen, in der Brust verschaffen.

Biopsie: Was passiert, wenn die Mammographie auffällig ist?

Sieht ein Befund auf den Mammographie-Bildern tatsächlich verdächtig aus, kommen betroffene Frauen um die Entnahme einer Gewebeprobe meist nicht herum. Die Biopsie erfolgt mit einer unter Ultraschallkontrolle durch die Haut gezielt eingestochenen Hohlnadel als so genannte Stanzbiopsie. Diese Untersuchung ist fast immer mit einer örtlichen Betäubung und ambulant möglich. Das Gewebe untersucht ein Pathologe unter dem Mikroskop.

Mammographie-Screening, Dr. med. Thomas Ullein, Programmverantwortlicher Arzt
Datenschutz