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Foto: Praxis Dr. Andreas Hübner
 

Ambulante Chemotherapie bei Vertrauenspersonen

In der Onkologiepraxis von Dr. med. Andreas Hübner erhalten Patienten ihre Chemotherapien in einer wohnlichen und geborgenen Umgebung 

Dr. Hübner, wie lange arbeiten Sie schon als Onkologe und was hat sich verändert in dieser Zeit?

Dr. Hübner: Seit 17 Jahren bin ich niedergelassener Onkologe und Hämatologe hier in Bayreuth. In dieser Zeit hat sich viel getan, was ich als sehr positiv beurteile. Bestimmte Krebsarten, zum Beispiel Nierenzellkarzinome oder Leberzellkarzinome sind heute medikamentös behandelbar. Früher sah ich Patienten mit dieser Diagnose gar nicht bei mir in der Praxis, heute gibt es Behandlungserfolge. Die Medikamente wirken spezifischer auf die einzelnen Tumorarten, man spricht von „zielgerichteten und individualisierten Therapien“, wobei man die Wirksamkeit der Medikamente auf bestimmte Zielstrukturen in den Tumoren meint. Die Prognose von Patienten mit z.B. einem Kolonkarzinom (Dickdarmkrebs) verbesserte sich seit dem Beginn der 1990er Jahre kontinuierlich. Innerhalb der letzten zehn Jahre sind die altersstandardisierten Sterberaten in Deutschland um 31 Prozent bei Männern und um 33 Prozent bei Frauen gesunken. Die so genannten Fünf-Jahres-Überlebensrate für Patienten mit einem Dickdarmkrebs liegt bei 64 Prozent.

Wo liegen die Vorteile einer ambulanten Therapie, die eben nicht in einem Krankenhaus durchgeführt wird?

Dr. Hübner: Ich finde es wichtig, dass die Patienten die Wahlmöglichkeit haben, ob sie in einer Klinik oder ambulant in einer Praxis ihre medikamentöse Krebsbehandlungen machen möchten. Das ist ganz klar eine Frage der persönlichen Einstellung. Die Qualität und der Standard der Behandlung sind sowohl in einer Praxis als auch in einer Klinik gegeben. Vielen Patienten ist aber eine persönliche Atmosphäre in einer solchen Situation wichtig, sie schafft Vertrauen und nimmt die Angst vor der Behandlung. Außerdem haben sie in der Praxis immer den gleichen Ansprechpartner – den Facharzt der sich mit ihrer Situation auskennt. In einer Klinik wechseln die betreuenden Ärzte, Assistenzärzte und Oberärzte, das ist organisatorisch gar nicht anders machbar.

Bei uns können die Patienten bei schönem, warmem Wetter sogar ihre Therapie auf der Praxisterrasse erhalten, alles ist bereits im Vorfeld terminiert und bestellt, wodurch lange Wartezeiten auf Behandlungen entfallen. Nach der Behandlung gehen sie wieder in ihr Zuhause, was für das Wohlbefinden ein wichtiger Faktor ist. Vereinfacht gesagt haben Patienten eine größere psychische Stabilität, wenn sie sich während der Behandlung gut aufgehoben und wohl fühlen – soweit das eben möglich ist . Das ist in der Praxis, meines Erachtens nach, mehr gegeben.
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Dr. med. Andreas Hübner
Bei uns können die Patienten bei schönem, warmem Wetter sogar ihre Therapie auf der Praxisterrasse erhalten, alles ist bereits im Vorfeld terminiert und bestellt, wodurch lange Wartezeiten auf Behandlungen entfallen. Nach der Behandlung gehen sie wieder in ihr Zuhause, was für das Wohlbefinden ein wichtiger Faktor ist. Vereinfacht gesagt haben Patienten eine größere psychische Stabilität, wenn sie sich während der Behandlung gut aufgehoben und wohl fühlen – soweit das eben möglich ist . Das ist in der Praxis, meines Erachtens nach, mehr gegeben.

Wie handeln Sie und die Patienten, wenn Schwierigkeiten und Nebenwirkungen auftreten?

Dr. Hübner: Unsere Behandlungs- und Gesprächstermine sind sehr eng getaktet, damit, im Verlauf auftretende Probleme möglichst schnell gelöst werden.

Bei der eigentlichen Behandlung bin ich als Facharzt natürlich immer zugegen und im Notfall sofort zur Stelle. In einigen Fällen ist es auch ratsam die Behandlung in einer Klinik zu beginnen und dann hier fortzuführen. Stammzellen- und Hochdosis-Therapien können nur in der Klinik erfolgen.

Für gewöhnlich können die meisten Chemo- und Immuntherapien sowie alle oralen Therapien hier bei uns durchgeführt werden.

Die Onkologie ist vor über 30 Jahren ein ambulantes Fach geworden, und ich sehe jeden Tag, wie gut ambulante Therapien funktionieren.

Leider besteht ein Ungleichgewicht „im Wettbewerb“ um die Patienten, da die Kliniken den „Erstzugriff“ auf die Patienten haben, wenn diese von ihrem Facharzt oder Hausarzt zur Krebsbehandlung stationär eingewiesen werden aufgrund notwendiger operativer Eingriffe. Viele Patienten bleiben dann, in der für sie völlig neuen Situation, auch für die medikamentöse Behandlung dort. Mir wäre es wichtig, dass den Patienten auch in der Klinik die Wahlmöglichkeit zwischen Klinik und Praxis angeboten wird.

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Fotos: Praxis Dr. Andreas Hübner
Was macht für Sie den Reiz der Onkologie aus?

Dr. Hübner: Die Behandlung von Menschen, die aktiv gesund werden wollten, hat für mich den Ausschlag für die Onkologie gegeben. Die Einstellung dieser Patienten zu ihrer Krankheit und vor allem zu ihrer Heilung und Genesung war ein großer Unterschied zu den vorwiegend älteren Menschen mit internistischen Erkrankungen, die zwar auch gerne gesund werden wollten – aber selbst wenig dafür tun konnten oder wollten. Zudem ist die Onkologie wohl das innovativste Fach mit den meisten Neuerungen und Entwicklungen innerhalb der Medizin.

Mit das Schönste an dieser Arbeit sind natürlich die Patienten, die irgendwann krebsfrei sind und ihre Nachsorge immer noch bei uns machen. Teilweise kommen sie hunderte Kilometer her, teilweise liegt die Erkrankung schon zehn oder 15 Jahre zurück, und einzelne Patienten sind mittlerweile über die ganze Welt verstreut und melden sich immer noch mal bei uns.

Was hat sich in der letzten Zeit in der Praxis verändert?

Dr. Hübner: Das alte bewährte und mir sehr lieb gewordene Praxisteam hat leider fast komplett gewechselt, die Gründe dafür waren persönlicher Natur, wie Wohnortwechsel oder Mutterschutz.

In der Praxis sind aktuell fünf Mitarbeiterinnen und eine Studienfachkraft beschäftigt, die für unsere Patienten im Lauf der Behandlung oft zu Vertrauenspersonen werden. Wir haben unsere Praxis mit neuen Therapiestühlen ausgestattet, in denen auch eine Schocklagerung möglich ist und die besser hin- und herbewegt werden können. Die bewährten Bonbons, sowie Kaffee oder Tee zur Therapie, wie auch die freie Nutzung des Internets mittels WLAN oder Fernsehmöglichkeit sind unverändert im Angebot.


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Kontakt

Schwerpunktpraxis für Onkologie
und Hämatologie
Dr. med. Andreas Hübner

Spinnereistraße 5b
95444 Bayreuth

Telefon: 0921-726690
Fax: 0921-7266922
Internet: www.onko-doc.de

Sprechzeiten:
Montag 9–12 Uhr und 14–17 Uhr
Dienstag 9–12 Uhr und 14–18 Uhr
Mittwoch 9–14 Uhr
Donnerstag 9–12 Uhr und 13–15 Uhr
Freitag 9–13 Uhr
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