Anzeige
Elektronisch steuerbar oder per Kurbel, Volant oder nicht, heller oder dunkler Stoff? Beim Kauf einer Markise gibt es viel zu bedenken. Foto: tdx/Klaiber Markisen
Elektronisch steuerbar oder per Kurbel, Volant oder nicht, heller oder dunkler Stoff? Beim Kauf einer Markise gibt es viel zu bedenken. Foto: tdx/Klaiber Markisen
03.5.2019, 13:00 Uhr

Ein schattiges Plätzchen schaffen

Qualität und Ausstattung: Worauf man bei der Wahl einer Markise achten sollte

Sommer, Sonne, und viel frische Luft. Damit der Aufenthalt auf der Terrasse nicht zum abenteuerlichen Hitzetrip wird, darf die richtige Beschattung nicht fehlen. Steht der Markisenkauf noch bevor, sollten einige Punkte beachtet werden.

In Sachen Sonnenschutz sind Markisen der Klassiker. Sie zaubern im Handumdrehen einen mediterranen Charme auf die heimische Terrasse, schützen vor schädlicher UV-Strahlung und bieten mit einer Vielfalt an Tüchern und Farben das richtige Design für jeden Geschmack. Die beliebtesten Markisenarten sind Cassetten- sowie Gelenk- und Teleskoparmmarkisen. Das Funktionsprinzip ist bei allen Typen ähnlich. Gelenk- oder Teleskoparme ziehen das Markisentuch von der sogenannten Tuchwelle weg bis die gewünschte Verschattung erreicht ist. Bei Cassettenmarkisen werden das Tuch und die Arme durch die geschlossene Bauweise in einem Kasten geschützt. Wer nicht per Hand kurbeln möchte, kann den Antrieb komfortabel via Handsender oder Smartphone steuern.

Markisen prägen eindeutig das Erscheinungsbild eines Hauses. Foto: Markilux
Markisen prägen eindeutig das Erscheinungsbild eines Hauses. Foto: Markilux
Ein absenkbarer Volant kann vor tief stehender Sonne schützen. Seitenbeschattungen halten neugierige Blicke der Nachbarn ab und eine LED-Beleuchtung zaubert stimmungsvolle Atmosphäre auf die abendliche Terrasse. Sonnenschutz heißt aber auch UV-Schutz. So sollten Käufer auf Sonnenschutzgewebe achten, die nach gängigen UV-Test-Standards geprüft sind. So bieten die verwendeten Materialien 90 bis 100 Prozent Schutz vor schädlicher UV-Strahlung. So mancher Schnäppchenpreis für eine Markise mag auf den ersten Blick verlockend sein. Doch selbst versierte Heimwerker können bereits bei der Selbstmontage an ihre Grenzen stoßen. Zudem sehen viele Billigmarkisen schon nach kurzer Zeit alt aus. Hauptgrund dafür ist eine mangelhafte Qualität. Fehlt bei den Metallgestellen die wetterfeste Pulverbeschichtung, ist schnell der Lack ab und Rost da. Auch die Tücher können in kurzer Zeit verblassen, wenn das Gewebe nicht voll durchgefärbt ist.

Worauf es bei der Auswahl und der Montage ankommt, wissen Fachleute. Wichtig ist vor allem der Montageuntergrund. Gerade bei ausladenden Markisen muss dieser tragfähig sein, damit er bei Wind der Belastung standhält. Bereits bei kleinen Fehlern in der Verankerung kann es zu erheblichen Schäden am Gebäude und sogar Gefahren für Personen kommen. red

Drei Fragen an…

Ein schattiges Plätzchen schaffen Image 1
Daniel Schuricht, stellvertretender Obermeister der Innung Nordbayern.

Kann an einer gedämmten Fassade nachträglich eine Markise angebracht werden?

Daniel Schuricht: Ja, in den allermeisten Fällen. Die Montage an einer gedämmten Fassade erfordert jedoch ein sehr hohes Fachwissen in der Befestigungstechnik /Statik sowie Verständnis für Wärmebrücken/Taupunkte und die richtige Abdichtung.

Woran erkenne ich hochwertige Markisen- und Sonnenschirmtücher mit hohem UV-Schutz? Welche schützen besser: dunkle oder helle Stoffe?

Schuricht: Das ist nur über die Daten und Eigenschaften der Stoffe zu erkennen, die in Tabellen der Markisen- und Schirmhersteller oder Webereien angegeben sind. Hier können die verschiedenen Stoffe miteinander verglichen werden.

Bei dem gleichen Material, der gleichen Webart, der gleichen Beschichtung sowie dem gleichen Gewicht schützen dunkle Stoffe besser als helle vor den UV-Strahlen. Es gibt allerdings spezielle Stoffe mit einem UV-Blocker – diese besitzen einen höheren Schutz und lassen dennoch Licht durch.

Die Auswahl des „richtigen“ Stoffes ist immer ein Abwägen der verschiedenen Eigenschaften der Stoffe wie UV-Schutz, Lichtdurchlässigkeit, Nutzungsverhalten, Wasser-Dichtheit, Größe des Schirms, technische Eigenschaften usw. Dazu sollte das Tuch natürlich auch optisch gefallen.

Dies alles sind Dinge, die ein Laie ohne richtige Beratung nur schwer erkennen kann.

Kann ich mich als Verbraucher beim Kauf von Markisen und Sonnenschirmen an Prüfsiegeln orientieren?

Schuricht: Das TÜV-Siegel sollte auf jeden Fall vorhanden sein, auch wenn es nicht direkt als Qualitätsmerkmal fungiert. Dazu gibt es Siegel, die etwa Umweltfreundlichkeit, Fairtrade oder schadstoffarme Produktion bestätigen. Auch das können wichtige Merkmale sein, allerdings sagen auch diese nichts über die Qualität des Produkts aus. Der direkte Besuch eines Fachbetriebs ist die wohl zuverlässigste Variante.
Hertel Möbel
hagebaumarkt Bayreuth
Gebhart
breutec GmbH
Gardinenfabrikation Fröhlich GmbH
Rollo Raab GmbH
Herbert Bär
Datenschutz