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Das Regionale Innovations- und Gründerzentrum (RIZ) soll in den Eingangsbereich der Bayreuther Uni platziert werden. Foto: Nils Katzerstein
Das Regionale Innovations- und Gründerzentrum (RIZ) soll in den Eingangsbereich der Bayreuther Uni platziert werden. Foto: Nils Katzerstein
4.4.2019, 13:00 Uhr

Gründerland Oberfranken

Start-up Oberfranken – Netzwerke, Kooperation, Support

Unsere Region kann laut Statistischem Landesamt bei den Firmen-Neuerrichtungen zulegen. Im Vergleich zum Vorjahr sind 2018 5827 neue Gewerbe gegründet worden, 102 mehr als noch 2017, das ergibt eine Recherche von Oberfranken Offensiv e.V. Start-ups steht dabei ein engmaschiges Unterstützer-Netzwerk zur Verfügung.
Digitalisierung, künstliche Intelligenz, Neue Materialien, zukunftsweisendes Wissen und innovative Technologien: Diese Schlagworte dominieren nicht nur die internationale Wirtschaftswelt. Sie sind auch feste Größen im Portfolio Oberfrankens.

In allen Regionen des Regierungsbezirks stehen die Zeichen auf eine erfolgreiche Zukunft: Ein engmaschiges Netzwerk unterschiedlicher Institutionen bietet den perfekten Nährboden für Ideen und Innovationen vor Ort. Diese umfangreiche Infrastruktur hat den Gründergeist in unserer Region weiter begünstigt: Die Zahl der neu errichteten Gewerbe hat entgegen dem bayernweiten Trend im Vegleich zum Vorjahr um 1,8 Prozent auf 5827 zugenommen.

Beratung und Support erhalten die Firmengründer dabei unter anderem von den beiden digitalen Gründerzentren Lagarde1 in Bamberg (zusammen mit Konsortialpartner Initiative Zukunft.Coburg.Digital) und Einstein1 in Hof, die durch die Initiative Gründerland.Bayern des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie entstanden sind. Aber auch die Wirtschaftskammern sind im Bereich Existenzgründung sehr aktiv: Angehende Startups können sich sowohl bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) für Oberfranken Bayreuth als auch bei der IHK zu Coburg an die jeweilige Gründeragentur wenden und auf ein umfangreiches Existenzgründernetzwerk zugreifen.

Die Handwerkskammer (HWK) Oberfranken bietet ebenfalls ausführliche Beratungsmöglichkeiten für Gründer an den Standorten Bayreuth, Coburg, Hof, Kronach und Forchheim. Dazu kommt noch das dazugehörige Kompetenzzentrum Digitales Handwerk – eines von nur fünf deutschlandweit.

Gemeinsam werden so tragfähige Konzepte für Firmengründungen erstellt. Ob Universitäten und Hochschulen, Gründerzentren, Wirtschaftskammern oder andere Einrichtungen – jungen Unternehmen in Oberfranken steht die volle Bandbreite an Kompetenz und Support zur Verfügung, um ihr Start-up erfolgreich aufzuziehen.

Ein Beispiel eines oberfränkischen Start-ups, das gesund gewachsen ist, ist die Initiative Gesunder Betrieb GmbH. Die i-gb vernetzt Betriebe mit Gesundheits-, Sport- und Wellnessanbietern, damit deren Mitarbeiter die Angebote kostenlos oder ermäßigt nutzen können. 2011 in Bayreuth von drei Studenten gegründet, hat das Unternehmen inzwischen mehr als 20 Mitarbeiter, drei Standorte (Bayreuth, Kronach, Chemnitz), über 250 Firmenkunden und mehr als 1000 Gesundheitspartner.

Oberfranken ist aber nicht nur ein guter Standort, um ein Unternehmen zu gründen. Auch die nötige Nachhaltigkeit ist gegeben: in keinem anderen bayerischen Regierungsbezirk hat es 2018 so wenige Gewerbeabmeldungen gegeben wie hier: Mit 7106 ist die Zahl gegenüber dem Vorjahr zudem noch einmal um fast fünf Prozent gesunken.

Das engmaschige Netzwerk, die lebendige Kooperation und der kompetente Support durch die vielen Institutionen macht Oberfranken zu einem innovativen und nachhaltigen Wirtschaftsstandort.

INFO: Mehr finden Sie auf www.oberfranken.de

80 Quadratmeter im Landkreis Bayreuth

Wer sich wie viel Wohnraum leisten kann

Ist Wohnen in Deutschland wirklich so teuer geworden, wie viele glauben – auch dann noch, wenn die Lohnentwicklung berücksichtigt wird? Eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hat Mieten und Löhne für alle 401 deutschen Kreise und kreisfreien Städte ins Verhältnis gesetzt. Das Ergebnis: Wohnen ist in einigen Städten zwar durchaus teuer geworden. Die Entwicklung ist aber längst nicht so eindeutig.

Wohnen kann in manchen Regionen des Landessehr viel kosten: Im Münchner Stadtteil Maxvorstadt zum Beispiel, in der Hafencity in Hamburg oder in Westerland auf Sylt. In den vergangenen Jahren sind die Mieten und die Immobilienpreise vor allem in Ballungsräumen stark gestiegen. Gleichzeitig boomt aber auch der Arbeitsmarkt, die durchschnittlichen Löhne steigen teils kräftig. Eine neue IW-Studie betrachtet nun beide Entwicklungen über einen Zeitraum von fünf Jahren. Das Ergebnis: In den meisten Regionen Deutschlands ist Wohnen relativ zum Einkommen nicht teurer, sondern günstiger geworden. Selbst in einigen Boomregionen konnten sich Arbeitnehmer 2017 mehr Wohnfläche leisten als noch 2013.

Ein durchschnittlich verdienender deutscher Arbeitnehmer gibt monatlich etwa 26 Prozent seines Nettoeinkommens für die Kaltmiete aus, das entspricht aktuell rund 520 Euro. In Salzgitter, Pirmasens und Zweibrücken sind die Mieten im Vergleich zum Lohn bundesweit am niedrigsten, hier können sich Arbeitnehmer für 26 Prozent ihres Nettolohns Wohnungen mit 100 Quadratmetern und mehr leisten. In München und Umgebung reicht es dagegen gerade einmal für eine 41-Quadratmeter-Wohnung.

Im Landkreis Bayreuth erhielt man im Jahr 2017 für 26 Prozent des durchschnittlichen Nettolohns immerhin 80,2 Quadratmeter Wohnraum, in der Stadt Bayreuth knapp 67 Quadratmeter. Das Verhältnis hat sich seit 2013 allerdings kaum geändert.

Die Studie basiert auf Daten des Unternehmens F+B, das u. a. Mietspiegel erstellt, sowie auf Erhebungen der Bundesagentur für Arbeit, und ist im Rahmen eines dreijährigen Forschungsprojekts mit der Deutschen Reihenhaus AG entstanden. red
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