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Die Decke besteht aus lasierter Fichte, Boden und Treppe sind aus Eiche. Foto: Frammelsberger Holzhaus/BHW
Die Decke besteht aus lasierter Fichte, Boden und Treppe sind aus Eiche. Foto: Frammelsberger Holzhaus/BHW
26.6.2019, 12:00 Uhr

Holz ist nicht gleich Holz

Tipps für passende Holzarten bei Innenausbau und Fassade

Die beliebteste Holzsorte ist bei uns die Fichte. Sie wird in Mitteleuropa mit Abstand am meisten verbaut. Fichte ist vergleichsweise günstig und eignet sich durch ihr geringes Gewicht und die hohe Tragfähigkeit gut für den Bau und die Erneuerung von tragenden Konstruktionen. Im Innenausbau kommt häufig Buchenholz zum Einsatz. Dieses ist besonders druckfest und damit ideal für Fußböden und Treppen. Die gleichmäßige Struktur des Holzes ermöglicht Farbspiele zum Beispiel bei Wandverkleidungen: Durch Beizen kann es nahezu jeden gewünschten Farbton annehmen.

Das Holz der Lärche wiederum ist schwer und sehr robust. Auch unbehandelt hält es Wind und Wetter stand. Fassaden, Haustüren oder Fenster aus Lärchenholz sind sehr dauerhaft und unkompliziert in der Pflege. „Langzeitstudien zeigen, dass für die Lebensdauer einer Holzfassade neben der Holzart auch eine einwandfreie Konstruktion entscheidend ist“, sagt Stefanie Binder von der BHW Bausparkasse.

Um die positiven Eigenschaften von unterschiedlichen Holzarten zu kombinieren, hat die Baubranche moderne Verbundverfahren entwickelt, die sich hervorragend für den Hausbau eignen. „Brettsperrhölzer“ sorgen dafür, dass der Baustoff Holz noch tragfähiger, witterungsbeständiger und langlebiger wird.

Unabhängig von der Holzsorte gilt: Wer Holz aus europäischen Ländern verwendet, handelt nachhaltig, denn hier sichern Waldgesetze den Bestand der Bäume und verhindern Kahlschläge. Beim Holzkauf sollte man auf ein PEFC- oder FSC-Siegel achten. red

Holzfenster haben viele Vorteile

Holzfenster schaffen ein behagliches Wohnklima. Foto: WeberHaus/BHW Bausparkasse
Holzfenster schaffen ein behagliches Wohnklima. Foto: WeberHaus/BHW Bausparkasse
Knapp 15 Millionen Fenstereinheiten werden in Deutschland jährlich produziert, davon nur rund zwei Millionen mit einem Holzrahmen. Dabei haben Holzfenster viele Vorteile gegenüber Kunststoff. Sie bringen von Natur aus gute Dämmwerte mit. Besonders witterungsbeständig sind Harthölzer wie Eiche. Ein weiteres Plus: Bei starken Temperaturschwankungen behält Holz seine Form. „Holzfenster sind besonders attraktiv für Modernisierer und Baufamilien, die großen Wert auf gesundes Wohnen legen“, sagt Angelika Sosnowski von der BHW Bausparkasse. Holzrahmen sind feuchtigkeitsregulierend und beugen so der Schimmelbildung in Innenräumen vor.

Zwar sind Fenster aus Kunststoff rund ein Viertel günstiger – optisch sind jedoch Holzfenster die Gewinner. Vor allem klassische Modelle wie Sprossenfenster sind nicht nur bei Altbausanierern beliebt. Die Investition in Holzfenster lohnt sich auch mit Blick auf die Nachhaltigkeit. „Bei richtiger Pflege halten Holzfenster bis zu 50 Jahre, zudem sind sie umweltfreundlich und recycelbar“, sagt Sosnowski. Etwa alle fünf Jahre sollten Holzfenster neu gestrichen werden. Wer das nicht möchte, kann sich für Holz-Aluminium-Fenster entscheiden. Sie benötigen weniger Pflege. Zwar kosten die Hybridfenster rund 25 Prozent mehr als reine Holzfenster, vereinen dafür aber die wohngesunden Eigenschaften von Holz mit der Witterungsbeständigkeit einer Aluminiumverschalung. red
Zimmerermeister Georg Görl
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Zimmerermeister Berthold Horn
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