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Nicht jeder Immergrüne ist wirklich grün: Der Wollziest (links) zum Beispiel ist silbrig-grün. Immergrüne Hecken sind ordnende Linien im Garten – sie bilden die Grundstruktur der Gartengestaltung. Ein Klassiker unter den beliebten Immergrünen ist die Lorbeerkirsche (rechts). Fotos: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Nicht jeder Immergrüne ist wirklich grün: Der Wollziest (links) zum Beispiel ist silbrig-grün. Immergrüne Hecken sind ordnende Linien im Garten – sie bilden die Grundstruktur der Gartengestaltung. Ein Klassiker unter den beliebten Immergrünen ist die Lorbeerkirsche (rechts). Fotos: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Nicht jeder Immergrüne ist wirklich grün: Der Wollziest (links) zum Beispiel ist silbrig-grün. Immergrüne Hecken sind ordnende Linien im Garten – sie bilden die Grundstruktur der Gartengestaltung. Ein Klassiker unter den beliebten Immergrünen ist die Lorbeerkirsche (rechts). Fotos: Andrea Warnecke/dpa-tmn
12.03.2020, 10:00 Uhr

Immergrüne sind das Salz in der Suppe

Gartengestaltung: Immergrüne sind ein wichtiger Bestandteil für einen Garten – ohne sie fehlt oft Struktur. Und im Winter Farbe

Immergrüne Sträucher und Bäume sind das Gerüst eines Gartens – gerade im Winter. Aber auch in den anderen Jahreszeiten sind sie der Ankerpunkt für die komplette Gartengestaltung. Sie strukturieren, und sie verbinden. Genauer gesagt: Immergrüne Gehölze mit einem klaren Wuchs geben dem Grundstück ordnende Linien und damit eine Grundstruktur – gerade auch jene, die sich gut in Formen schneiden lassen. Immergrüne Bodendecker als eine gleichmäßige Struktur sorgen zudem optisch für Ruhe. 

Aber: „Zu viel Immergrünes lässt den Garten statisch wirken“, ergänzt die Gartenbau-Ingenieurin Corina Steffl. Auch wenn man es mit den Prozentzahlen nicht so genau nehmen sollte, als Anhaltspunkt nennt sie einen Anteil von zehn Prozent, den Stauden und Gehölze an der Gesamtbepflanzung im Garten einnehmen sollten. So erreicht man eine gute Mischung aus den strukturgebenden Elementen, die angereichert werden mit Farben und Formen der anderen Pflanzen.

Nicht nur Buchs und Eibe

Aber auch die verschiedenen Immergrünen haben eine Vielfalt, die man nutzen sollte. Oft beschränkt sich die Auswahl auf die beliebten Vertreter Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus), Eibe (Taxus baccata) und Buchsbaum (Buxus sempervirens) – wenn auch letzterer wegen seiner Anfälligkeit für diverse Pilzkrankheiten und Schädlinge mittlerweile deutlich weniger gepflanzt wird.

Doch es gibt noch viel mehr Immergrüne: Landschaftsarchitektin Brigitte Röde schwärmt etwa von dem Berberitzengewächs mit dem poetischen Namen ’Heiliger Bambus’ (Nandina domestica). „Im Frühjahr treibt er orangefarben aus, und aus den weißen Blüten werden rote Früchte“, beschreibt Röde diesen mit ein bis zwei Metern eher kleinbleibenden Strauch. Zum Herbst färbt der ’Heilige Bambus’ sein Blattwerk nochmals orange, lässt es aber nicht fallen.

Blattstrukturen abstimmen

„Bei der Auswahl muss man auch berücksichtigen, dass die immergrünen Laubstrukturen zueinander passen“, rät Röde. Essollte eine Mischung aus gleichen Strukturen für den Zusammenhalt, aber zugleich auch mit ausreichenden Unterschieden für etwas Abwechslung geben.

Eine gute Kombination bildet für Röde die Immergrüne Magnolie (Magnolia grandiflora) mit der Säuleneibe (Taxus baccata). Der jeweilige tief dunkelgrüne Ton ihres Laubes harmoniert miteinander – das schafft Gemeinsamkeit und Verbindung. Der Wuchs bildet hingegen einen spannenden Kontrast. „Die breite Krone der Magnolie schafft das Gefühl von Geborgenheit, während die säulenförmige Eibe eine architektonische Struktur ins Spiel bringt“, beschreibt Röde.

Farbige Immergrüne beimischen

Auch mit den Blattfarben lässt sich spielen – denn nicht jeder Immergrüne ist wirklich grün: Der ’Heilige Bambus’ ist zeitweise orange, der Wollziest (Stachys) zum Beispiel ist silbrig-grün.

Die Wirkung der Immergrünen, ob sie dominanter oder zurückhaltender in Erscheinung treten, hängt gerade im Winter auch von der üblichen Gartenpflege ab. Denn viele Hobbygärtner schneiden zum Winteranfang die Laub abwerfenden Gehölze stark zurück, sagt Röde. Dadurch treten die Immergrünen deutlich in den Vordergrund. Wird das Astgerüst mit etwas mehr Fingerspitzengefühl nur ausgelichtet und verjüngt, bekommt das Grün einen dezenteren Auftritt. Auch das kann schön wirken.

Immergrüne bieten mehr als nur Grün

Immergrüne haben – außer im Winter – oft einen schweren Stand bei Gartenbesitzern, denn ihr Blattkleid erfährt kaum bis keine Veränderungen über den Jahresverlauf. Es wäre jedoch falsch, die Pflanzen auch nur darauf zu reduzieren: „Die Mehrzahl der immergrünen Pflanzen blüht und bildet Früchte“,sagt Steffl. „Die meisten Immergrünen blühen sogar früh im Jahr“, ergänzt Röde. Ein Beispiel ist die Duft-Fleischbeere (Sarcococca humilis), die die Gartenarchitektin als Alternative zum Buchs empfiehlt: „Der kniehohe Strauch blüht im Winter und verbreitet einen enormen Duft.“ dpa/tmn
    

Bis Mai warten: Küchenkräuter ins Freie setzen

Kräuter im Balkonkasten sind etwas Tolles: Frischer kann man sein Essen nicht würzen. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Kräuter im Balkonkasten sind etwas Tolles: Frischer kann man sein Essen nicht würzen. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Frische Kräuter im Topf gibt es das ganze Jahr über im Supermarkt und Gartencenter – und so werden sie auch mit den ersten Frühlingspflanzen für Balkon und Garten im Handel beworben. Aber: Man sollte sie noch nicht ins Freie setzen. Darauf weist der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer hin.

Die in Gewächshäusern gezogenen Kräuter sind frostempfindlich – und in Deutschland muss man noch bis etwa Mitte Mai mit Frösten rechnen. Daher gilt als üblicher Tipp, frostempfindliches Grün bis dahin im Haus zu halten.

Für Küchenkräuter im Topf eignet sich dort ein heller Standort, etwa am Fenster. Der Provinzialverband empfiehlt etwa auch, die Töpfe mit Kräutern als essbare Tischdekoration zu nutzen. dpa/tmn
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