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Von Oktober bis Ostern: Jetzt wird es höchste Zeit auf Winterreifen umzurüsten. Foto: Shutterstock/S_Photo/AvD
Von Oktober bis Ostern: Jetzt wird es höchste Zeit auf Winterreifen umzurüsten. Foto: Shutterstock/S_Photo/AvD
17.10.2019, 11:00 Uhr

Jetzt Winterreifen kaufen

Gefüllte Lager beim Handel bieten aktuell große Angebotsvielfalt – bereits nasses Laub kann Sommerreifenprofilen zusetzen

Auch wenn es angesichts der milden Temperaturen etwas merkwürdig klingt: Genau jetzt ist der richtige Zeitpunkt sich mit dem Kauf neuer Winterreifen zu beschäftigen.

Zwar dürfte es noch ein paar Wochen dauern, bis der Winter das Zepter übernimmt. Doch sollte man keinesfalls warten bis es kalt, nasser und damit auf den Straßen rutschiger wird. Denn wenn es soweit ist, herrscht bei den Reifenhändlern Hochkonjunktur: Dann sinkt die Aussicht den Wunschreifen zu bekommen und zum Wunschtermin montieren zu lassen erheblich. Daher sollten sich Autofahrer bereits jetzt über neue Reifenangebote informieren. Und weil die Reifenhändler die Lager mit neuer Winterware befüllen, gibt es aktuell die größte Auswahl hinsichtlich Größe, Reifenmarke und Speed-Index – und dazu auch noch den größten Gestaltungsspielraum bei der Vereinbarung von Montageterminen.

Autohaus Engel GmbH

Wenn dann die ersten Auto-Schlitterpartien in den Mittelgebirgen in den Medien auftauchen, sind nicht nur die besten Reifenangebote im Nu vergriffen, auch die Werkstätten und Reifendienste sind bis Ende November nahezu ausgebucht. Wer seinen Winterreifen-Kauf bis dahin aufgeschoben hat, kann auch rechtlich ins Schleudern kommen: Zwar gibt es in Deutschland keine grundsätzliche Winterreifenpflicht, doch wer mit nicht den Straßenverhältnissen angepasster Bereifung von der Polizei angetroffen wird, riskiert ein Bußgeld. Deutlich drakonischer wird bestraft, wer mit Sommerreifen oder auch abgefahrenen Winterreifen, den Verkehrsfluss behindert oder gar einen Unfall verursacht. Zwar schreibt die Straßenverkehrsordnung (StVO) für Winterwie für Sommerreifen eine Mindest-Profiltiefe von 1,6 Millimetern vor, Winterreifen sollten aber einen Wert von 4,0 Millimeter nicht unterschreiten. Unterhalb dieser Marke leidet die Fahrsicherheit spürbar – und in einigen Nachbarländern, wie Österreich oder der Schweiz, wird eine Unterschreitung mit einem Bußgeld belegt.

Neue Sommerreifen keine Alternative

Sicher ist: Im Winterhalbjahr gehören Reifen mit M+SKennzeichnung und „Alpine“-Symbol (Schneeflocke mit stilisiertem Berg) ans Auto – das können Ganzjahresreifen oder im besten Fall echte Winterreifen sein. Neue Sommerreifen sind hingegen keine Alternative – weder funktional noch rechtlich. Das liegt nicht nur an der härteren Gummimischung, die bei niedrigen Temperaturen weniger Haftung aufbaut. Vor allem die Profilierung der Sommergummis ist für winterliche Straßenverhältnisse ungeeignet, denn sie neigt dazu, sich mit Matsch und Schnee aber auch nassem Laub zuzusetzen. Und das kann zum weitgehenden Verlust von Seitenführung wie von Vortrieb führen. Winter- und Ganzjahresreifen hingegen weisen ein deutlich offeneres Profil sowie eine weichere Gummimischung auf, die auch bei Minusgraden spürbar geschmeidiger bleibt und so den bestmöglichen Grip liefert.

Richtiger Reifendruck

Grundsätzlich empfiehlt es sich für den Winterbetrieb die Reifen mit dem größten für das Fahrzeug zugelassenen Querschnitt zu wählen, weil diese die kleinste Auflagefläche bieten – wodurch sich das Gewicht pro Quadratzentimeter erhöht – und sie zudem den breitesten Haftungs-Grenzbereich ausweisen. Kommt das Fahrzeug ins Rutschen geschieht das nicht schlagartig, es setzt vielmehr sanft ein und der Fahrer kann früher Gegenmaßnahmen wie Gegenlenken oder Auskuppeln ergreifen. Für Fahrten auf Schnee und Eis sollte der Reifenfülldruck um 0,2 bar gegenüber dem vom Fahrzeughersteller empfohlenen Wert erhöht werden. Der erhöhte Druck öffnet das Lamellenprofil der Winterreifen noch etwas stärker, was der Griffigkeit der Pneus zugutekommt und sowohl Vortrieb, Lenkverhalten als auch Verzögerung verbessert. Bei überwiegend trockener oder nasser Fahrbahn ist hingegen der für das Fahrzeug angegebene Reifenfülldruck am besten geeignet. red

Winterreifen 185/65 R15 T

Winterreifen im Test

In der Kleinwagenklasse nur drei Produkte bei den Guten

Die meistverkaufte Winterreifendimension 185/65 R15 T für Kleinwagen zeigt beim aktuellen ADAC-Reifentest Schwächen: Unter den 16 getesteten Reifen schneiden die „Altmeister“ Continental, Michelin und Goodyear aufgrund ihrer Wintertauglichkeit nur „befriedigend“ ab. Hauptursache für Abwertungen im gesamten Testfeld sind Schwächen auf trockener Fahrbahn, auf Schnee und bei Nässe. Mit Dunlop und Pirelli schaffen nur zwei Premiumprodukte ein „gut“, Kleber schiebt sich noch als Michelins Zweitmarke dazwischen. Dass mehr als die Hälfte der getesteten Kleinwagenreifen im Mittelfeld landet, ist gut für die Verbraucher: Sie haben eine breite Auswahl an insgesamt ordentlichen Winterreifen. Trotz des ähnlichen Gesamturteils lohnt es sich aber, vor dem Kauf Detailergebnisse zu prüfen.

INFO: Mehr Winterreifen-Test finden Sie auch unter www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/tests/reifen/winterreifen/

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