Anzeige
Foto: Rawpixel.com/Stock.adobe.com
Foto: Rawpixel.com/Stock.adobe.com
16.10.2019, 16:00 Uhr

Nach der Arbeit zusammen feiern

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, die Firmen-Weihnachtsfeier zu planen

Ob Familienbetrieb, großes Unternehmen oder Verein – am Ende des Jahres gehört eine Weihnachtsfeier zur Tradition. Und wie bei jedem Fest gilt auch bei der Vorbereitung der Weihnachtsfeier einiges zu beachten, damit sie allen möglichst positiv in Erinnerung bleibt.

Einer der wichtigsten Planungspunkte ist das Budget. Schließlich richtet sich danach die Dimension der Feier. Damit man sich rechtzeitig um eine geeignete Location kümmern kann, sollte man außerdem frühzeitig einen Termin festlegen.Welcher Wochentag ist für die Mitarbeiter besonders günstig? Zu welcher Uhrzeit ist es am besten?

Burg Rabenstein

Bei der Wahl des Veranstaltungsorts hat man verschiedene Möglichkeiten: Möchte man im eigenen Unternehmen feiern und die Organisation einer Cateringfirma überlassen oder feiert man lieber in einem Restaurant. Je größer die Firma, desto schwieriger wird es allerdings, geeignete Räumlichkeiten zu finden. In der Vorweihnachtszeit ist es oft alles andere als einfach, sein Wunsch-Lokal zum Wunschtermin zu bekommen. Deshalb ist eine frühzeitige Reservierung erforderlich. Neben Ambiente und Größe spielt vor allem auch die Speisekarte eine wichtige Rolle. Entscheidet man sich für Essen à la carte oder lässt man sich Menüvorschläge unterbreiten? Entscheidet man sich für letzteres, sollte man im Vorfeld mögliche Alternativen für Veganer, Vegetarier oder Allergiker anbieten.

Je nach Unternehmen wird oft ein Rahmenprogramm geboten oder es werden Reden gehalten. In manchen Unternehmen ist es auch üblich, dass die Mitarbeiter an der Feier kleine Präsente erhalten – um der Belegschaft Wertschätzung zu vermitteln. Sind alle Eckdaten für die Organisation geklärt, steht einer gelungenen Feier nichts mehr im Wege. red

Lieber zurückhalten

Was Beschäftigten bei Peinlichkeiten auf der Betriebsfeier droht

Mit Kollegen tanzen und Spaß haben ist ok – solange beide Seiten es wollen. Foto: deagreez/Stock.adobe.com
Mit Kollegen tanzen und Spaß haben ist ok – solange beide Seiten es wollen. Foto: deagreez/Stock.adobe.com
Gute Musik, lockere Stimmung, leckeres Essen und reichlich Bier, Wein oder Schnaps: Bei betrieblichen Weihnachtsfeiern lassen manche Kollegen es richtig krachen.

Das ist auch kein Problem. Doch wer über das Ziel hinausschießt, für den kann das auch arbeitsrechtliche Konsequenzen haben, erklärt der Arbeitsrechtler Peter Meyer. Wann kann es Probleme geben?

Nicht ausufern lassen

Zunächst einmal steht der Besuch von Weihnachtsfeiern außerhalb der Arbeitszeit in keinem Zusammenhang mit den Arbeitspflichten. Doch das ist kein Freibrief für schlechtes Verhalten. Wer zum Beispiel angetrunken Kollegen schlägt oder übel beleidigt, dem droht eine Abmahnung oder Kündigung.

Es gibt laut Meyer zwar die Regel, dass Pflichtverletzungen im Privatbereich keine Sanktionen des Arbeitgebers rechtfertigen. Eine Ausnahme gilt aber bei einer Weihnachtsfeier, wenn sich das Fehlverhalten auf den betrieblichen Bereich auswirkt und zu Störungen führt.

Allerdings gibt es Nuancen. Hört der Chef im Vorbeigehen, wie ein Mitarbeiter im kleinen Kreis über ihn lästert, ist das nicht so gravierend, wie wenn der Mitarbeiter den Vorgesetzten laut auf der Tanzfläche beschimpft. Daher gilt auch auf Weihnachtsfeiern: lieber zurückhalten. Das gilt auch für ein Eindringen in die Wohlfühlzone: Mit den Kollegen zu tanzen, ist häufig ein Spaß und für alle lustig. Doch wenn der Gegenüber das nicht möchte, ist das ein Stopp-Signal. Wer weitermacht, riskiert seinen Arbeitsplatz. Ein Klaps auf den Hintern oder eine anzügliche Bemerkung und die damit verbundene sexuelle Belästigung kann auch auf Weihnachtsfeiern zu Sanktionen bis hin zum Jobverlust führen.

Und was ist, wenn Beschäftigte am Tag danach krank fehlen? Hier lautet die Antwort: Wer vielleicht aufgrund der Nachwirkungen der Feier nicht arbeitsfähig ist, muss nicht arbeiten. Sofern die Firma das verlangt, muss man aber ab dem ersten Fehltag eine Bescheinigung des Arztes vorlegen. Liegt sie vor, habe sie einen großen Beweiswert, dass die Arbeitsunfähigkeit tatsächlich bestanden hat.

Doch Anwalt Meyer sieht auch die Firma in der Pflicht: „Wenn der Arbeitgeber am Tag vorher den Bierhahn frei gemacht hat und alle im Beisein des Arbeitgebers gesoffen haben, dann wird er mit Vorwürfen am nächsten Morgen rechtlich kaum durchkommen.“ dpa/tmn

Gasthof Rückriegel
Landgasthof Bauernschmitt
Glenk´s Biergarten und Bräustüberl
Drei Linden
Datenschutz