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Holz-Fertighäuser werden im Werk vorgefertigt und sind daher schneller bezugsfertig. Foto: BDF/Luxhaus
Holz-Fertighäuser werden im Werk vorgefertigt und sind daher schneller bezugsfertig. Foto: BDF/Luxhaus
5.6.2019, 12:00 Uhr

Schlüssel ins Schloss, aufschließen, einziehen

Schnell und komfortabel ins eigene Heim – Verbraucher-Experte: Regionale Anbieter berücksichtigen

Die Fußböden sind bereits verlegt, die Wände tapeziert und alle Sanitär- und Elektroinstallationen ohnehin längst abgeschlossen. Es fehlen eigentlich nur noch die Möbel, eine Küche und der glückliche Eigenheimbesitzer, um das neue Zuhause mit Leben zu füllen.

Schlüsselfertiges Bauen bedeutet, dass die Baumaßnahmen „von Baubeginn bis zur Fertigstellung“ von einem Vertragspartner als Generalunternehmer ausgeführt werden. Nach Fertigstellung wird die Immobilie dem Bauherren „schlüsselfertig“ übergeben. Der Begriff „schlüsselfertig“ ist jedoch rechtlich nicht eindeutig definiert, sagt der Verband zur Qualitätskontrolle am Bau. Der Fertigstellungsgrad ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich und kann Malerarbeiten, Einbauküche, Bodenbeläge, Gartenanlage etc. enthalten oder auch nicht. Entscheidend ist, was in der Baubeschreibung steht. Bauherren sollten daher sicherstellen, dass der Übergabezustand des Hauses darin klar definiert ist und der Eigenleistungsanteil ihren Vorstellungen entspricht.

Wird ein Haus jedoch als „bezugsfertig“ angeboten, bedeutet dies, dass es „ohne Gefahr für die Sicherheit und Gesundheit seiner Bewohner auf Dauer bewohnt werden kann. Es müssen daher Türen, Fenster, Strom, Licht und Wasser sowie eine funktionsfähige Heizung, Kochmöglichkeit, Sanitäranlagen (Bad, Toilette) und sichere Zugänge fertiggestellt sein.“

Viele der als schlüsselfertig angebotenen Häuser sind Fertighäuser. Die Nachfrage ist derzeit so hoch wie schon lange nicht mehr. „Jeder fünfte Bauherr eines Ein- oder Zweifamilienhauses in Deutschland entscheidet sich für ein Fertighaus – die meisten davon für eine schlüsselfertige Bauausführung“, sagt Christoph Windscheif vom Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF). Ein Wunsch der meisten Baufamilien: Schnell und komfortabel ins eigene Heim.

„Es ist keine Seltenheit im Fertighausbau, dass schon am Tag der Schlüsselübergabe der Möbelwagen vorfährt und nur wenige Stunden später bereits die erste Nacht im Eigenheim verbracht wird“, weiß Windscheif. Auf Wunsch nennt der Haushersteller den fixen Fertigstellungstermin schon Monate vorher beim Vertragsabschluss. Die alte Wohnung kann also fristgerecht gekündigt und der Umzug gründlich vorbereitet werden. Alle Abläufe während der Hausbauphase sind gut strukturiert und planbar.

In vielen anderen Baufamilien ist der Hausbau dagegen eine echte Belastungsprobe: Gemeinsamer Feierabend und Wochenenden, Freunde und Hobbys fallen einem möglichst zügigen Baufortschritt zum Opfer. Je mehr Arbeiten selbst verrichtet werden, desto länger hält die Extremsituation an und umso höher ist auch das Fehlerrisiko – vor allem bei weniger erfahrenen Heimwerkern.

Im Fertighausbau wird die Zeit auf der Baustelle selbst auf ein Minimum reduziert. Das gilt sowohl für den Bauherrn als auch für den Haushersteller. Gerade einmal zwei Werktage dauert es, dann steht auf dem Baugrundstück bereits ein wetterfester Rohbau, der aus industriell vorgefertigten Dach- , Wand- und Deckenelementen zusammengefügt wird. „Die Vorfertigung in trockenen Werkshallen und unter Einhaltung streng überwachter, industrieller Produktionsabläufe spiegelt sich in einer überdurchschnittlich hohen Bauqualität wider“, so der BDF-Experte. Nach Vorfertigung und Montage des Rohbaus kann sich der Bauherr daran erfreuen, wie das gesamte Äußere seines neuen Zuhauses Schritt für Schritt das gewünschte Aussehen erhält, ohne dass er dabei selbst Hand anlegen muss.

Die Fertighaus-Branche ist groß, viele präsentieren sich auf Musterhaus-Ausstellungen. Dort erhalten künftige Bauherren aber häufig nur einen kleinen Einblick. Peter Burk, Fachbuchautor für die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, rät daher, die Auswahl auszuweiten. So sind seinen Angaben zufolge in diesen Schauen vergleichsweise wenig massive Häuser vertreten, sondern bevorzugt die Holzbauweise.

Das hat Gründe: „Es gibt bei Massivhausanbietern viele lokale Anbieter, und vor allem viele kleine Firmen“, sagt Burk. Sie könnten sich ein Ausstellungshaus oft nicht leisten. „Diese kleinen Betriebe sind deswegen nicht schlechter.“ Das gelte auch für regionale Holzbaubetriebe.

Burk rät immer auch zur regionalen Firmensuche in den Branchenbüchern statt nur im Internet – unter den Stichwörtern „Schlüsselfertigbau“ oder „Holzbau“. Die Internet-Plattformen lieferten oft keine neutrale regionale Gewichtung, und gerade große überregionale Firmen übertrumpften die Anzeigen der kleinen örtlichen Anbieter. red/dpa

Mini, kompakt, tiny...

Kleine Fertighäuser mit großem Komfort

Kleines Holz-Fertighaus mit Pultdach, Photovoltaikanlage und Terrasse. Foto: BDF/Baufritz
Kleines Holz-Fertighaus mit Pultdach, Photovoltaikanlage und Terrasse. Foto: BDF/Baufritz
Kleine Häuser liegen im Trend. Sie sind eine beliebte Wohnlösung für Singles und Paare ohne Nachwuchs oder mit bereits dem Elternhaus entwachsenen Kindern. Ihr Ideal ist ein kompaktes, gerne ökologisch und schlüsselfertig gebautes Zuhause mit kleinem Garten und praktischem Grundriss.

„Moderne Fertighäuser entsprechen diesem Ideal sehr genau. Sie werden aus dem nachhaltigen Baustoff Holz errichtet und können auch auf kleiner Wohnfläche großen Komfort bieten“, sagt Christoph Windscheif vom Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF).

„Die Zeiten von bigger is better sind vorbei“, weiß der Hausbau-Experte. Immer mehr Menschen entwickeln ein ausgeprägtes Umwelt- und Gesundheitsbewusstsein. Im Beruf wird ein Freizeitausgleich einem höheren Einkommen gerne vorgezogen, und beim Wohnen überwiegt spätestens in der zweiten Lebenshälfte das Motiv des Sich-Reduzierens gegenüber dem Anhäufen materieller Wertgegenstände. Größter Vorteil eines kleinen Gebäudes ist aber die deutlich erleichterte Suche nach einem passenden Bauplatz. Der kann nämlich auch auf einem ungünstig geschnittenen Restgrundstück oder sogar im eigenen Garten liegen.

Genau in dieses Bild passt die „Tiny House“-Bewegung, die in den letzten Jahren ausgehend von den USA nach Deutschland überschwappte: Sich für ein kleines, womöglich mobiles Haus zu entscheiden bedeutet, sich auf wesentliche Dinge zu beschränken, statt das Haus als Prestigeobjekt zu sehen. Im Vergleich zu den USA steht dieser Trend in Deutschland erst am Anfang. Doch bei vielen Menschen auch hierzulande entsteht der Wunsch nach einem Mini- oder Kompakthaus mit 50 bis 100 Quadratmetern. Im Mittelpunkt eines solchen Hauses steht meist ein offener Wohnbereich mit Küche und Esstisch, einklappbarem Sekretär und Sofaecke sowie angrenzender Terrasse oder Veranda. Große Fensterflächen lassen das Hausinnere hell erstrahlen und optisch mit dem Garten verschmelzen. Rückzugsmöglichkeiten bieten das funktional gehaltene Schlafzimmer sowie ein Badezimmer, das trotz geringem Raumangebotes einen gewissen Wellness- Charakter bietet. Typischerweise findet all dies in einem ebenerdigen, auf Wunsch barrierefreien Bungalow Platz. Aber auch ein kompaktes Dachgeschoss oder eine Teilunterkellerung für die Haustechnik sind problemlos möglich. red
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